Konfirmation -allgemeine Infos-

Konfirmation

Das Wort „Konfirmation“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Befestigung“ oder „Bestärkung“. Gemeint ist bei der Konfirmation ein „sich Festmachen“ im Glauben an Jesus Christus. Die Anfänge der Konfirmation reichen bis in die Reformationszeit, also ins 16. Jahrhundert zurück. Als „Erfinder“ der Konfirmation gilt der Theologe Martin Bucer, ein Reformator und Zeitgenosse Martin Luthers. Gedacht war sie als Bestätigung des Taufbundes für alle, die als Kleinkinder getauft wurden. Was der Säugling bei seiner Taufe nicht konnte, wird mit der Konfirmation nachgeholt; das „Ja“ zur Taufe. Der Konfirmandenunterricht gilt deshalb auch als nachgeholter Taufunterricht.

Dieses Grundanliegen ist unverändert, aber im Laufe der Zeit hat sich das Verständnis und die Gestaltung des Unterrichtes und der Konfirmationsfeier gewandelt und erweitert. 
Früher war der Konfirmandenunterricht ein Katechismusunterricht mit viel Lernstoff. Er war Voraussetzung für die Teilnahme am Abendmahl, bezeichnete den Übergang von der Schulzeit in die Arbeitswelt. Heute ist die Konfirmation ein Angebot der Kirche, junge Menschen auf der Schwelle zum Erwachsenwerden in ihrem Glauben und bei der Suche nach ihrem eigenen Lebensweg zu unterstützen und zu stärken. Zur Konfirmation gehört in einem festlichen Gottesdienst das Bekenntnis des Glaubens – oft mit der traditionellen Konfirmationsfrage: „Willst du durch die Gnade Gottes in diesem Glauben bleiben und wachsen?“ und mit dem Glaubensbekenntnis. Danach folgen der Zuspruch, die Segnung und die Feier des gemeinsamen Abendmahles. Stärker in den Vordergrund getreten sind die Fürbitte und die Segnung unter Handauflegung für den weiteren Lebensweg der jungen Menschen (daher oft auch „Einsegnung“ genannt). Verbunden ist dies mit dem Zusprechen eines persönlichen Bibelwortes als Lebensbegleiter (Konfirmationsspruch).

Konfirmation ist bei uns zugleich ein großes Familienfest. Die Konfirmandin oder der Konfirmand steht im Mittelpunkt, sie / er geht einen Lebensschritt weiter: von der Kindheit in das Erwachsenwerden.
Mit der Konfirmation werden aber auch Rechte in der Kirche erworben. Man wird mündiges und gleichberechtigtes Mitglied der Kirche, darf etwa das Patenamt übernehmen und bei der Wahl des Kirchenvorstandes seine Stimme abgeben. Mit der Konfirmation wird man eingeladen mitzumachen und sich einzubringen. In der Gemeinde, gerade und besonders in der Jugendarbeit etwa als MitarbeiterIn oder TutorIn.

Und auch das wird gefeiert: Wir laden herzlich zu den Gedächtnis- und Jubiläumsfeiern der Konfirmation ein: Die  Silberne Konfirmation feiern wir im September in Altdorf und in Eismannsberg, die Goldene Konfirmation feiern wir im Mai in Altdorf. Die Konfirmationsjubiläen sind Gelegenheit zur Erinnerung, der erneuten Vergewisserung und der Danksagung für die erfahrene Güte Gottes.    

Konfirmandenanmeldung:
Die Jugendliche bekommen per Post ein Infoschreiben und den Anmeldebogen zugeschickt. Wenn das, aus unterschiedlichen Gründen einmal nicht klappen sollte, wenden Sie sich bitte ans Pfarramt.

Konfirmandenunterricht:
Der Konfirmandenunterricht beginnt in Altdorf jedes Jahr mit dem "Konfirmandenbegrüßungsabend" nach den Pfingstferien und endet mit der Konfirmation. Der Unterricht findet 1x pro Woche am Nachmittag oder 1x pro Monat an einem Samstag (ganztags)  statt. Jede Konfirmandengruppe verbringt zusätzlich zusammen ein gemeinsamens Wochenende auf Konfirmandenfreizeit, bei dem er sich intensiver mit einem Thema außeinandersetzt. Es wird regelmäßiger Gottesdienstbesuch erwartet.
Für die Konfirmandeneltern werden spezielle Elternabende angeboten.

Konfirmationsgottesdienste finden jeweils an den drei Sonntagen nach den Osternferien statt.

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