Johannespassion mit der Nürnberger Staatsphilharmonie

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Samstag, 26. März 2016 um 17:00 Uhr, Laurentiuskirche Altdorf
Highlight zu Ostern!

Dreimal ruft der Chor den Namen Gottes im Eingangschor zu Johann Sebastian Bachs „Johannespassion“ an und eröffnet damit den Bericht über die letzten Tage im Leben Jesu Christi. Alles in diesem grandiosen Eingangschor ist musikalisches Bild und theologische Botschaft: der durchgehaltene tiefe Basston, das Kreisen der Streicher und die schmerzlichen Tonreibungen der Bläser, die den Leidensweg Christi musikalisch beschreiten. Bereits Bachs Zeitgenossen haben diese bildhafte Tonsprache erkannt: „Ist es doch, als ob man in einer Opera-Komödie wäre“, soll sich eine Leipziger Dame bei der ersten Aufführung mokiert haben. Und tatsächlich ist die Johannespassion ein dramatisches Werk, das die biblischen Vorgänge mit musikalischen Mitteln unmittelbar vergegenwärtigt. 
Die „Johannespassion“ ist die erste der beiden erhaltenen Passionsmusiken, die Johann Sebastian Bach 1724 und in den folgenden 25 Jahren mehrfach überarbeitet hat. Im Zentrum steht der Bericht des Evangelisten vom Verrat des Judas und der Gefangennahme Jesu, der Verleugnung durch Petrus, von den Verhören und der Verurteilung Jesu durch Pontius Pilatus, von Kreuzigung und Tod und schließlich vom Begräbnis. 
Nachdem die Staatsphilharmonie Nürnberg die letzten Spielzeiten mit Bach-Kantaten eingeläutet hat, widmen sie sich nun zur Passionszeit dem groß angelegten Werk, das in den Arien für viele Instrumente des Orchesters solistische Herausforderungen enthält. Der junge ungarische Tenor Dávid Szigetvári wird den Evangelistenbericht und die Tenor-Arien singen, Sophie Klußmann singt die Sopranpartie und Sebastian Geyer die Christus-Worte und die Bass-Arien, aus dem Opernensemble stößt die Mezzosopranistin Ida Aldrian dazu. Das Vokalwerk Nürnberg, 2014 als Kammerchor aus hochqualifizierten Spezialisten gegründet, übernimmt den Chorpart. 
Ganz in der Tradition der Bach-Zeit wird zwischen den beiden Teilen der Passion Regionalbischof Prof. Dr. Stefan Ark Nitsche einige „Worte zur Passion“ sprechen, die den Bogen zwischen Bachs Musik und ihrer liturgischen Bedeutung schlagen.
Kartenvorverkauf in der Buchhandlung Lilliput, Schreibwaren Pranz, Evang. Pfarramt Altdorf

Solisten
Sophie Klußmann, Sopran
Ida Aldrian, Mezzosopran
Dávid Szigetvári, Tenor (Evangelist und Arien)
Sebastian Geyer, Bass (Christus und Arien) 
Vokalwerk Nürnberg

Einstudierung: Andreas Klippert

Musikalische Leitung:
Marcus Bosch